: GEORG FRIEDRICH HÄNDEL

JEPHTHA

Eine Koproduktion der Kammerakademie Potsdam und des Hans Otto Theaters in Kooperation mit den Wiener Festwochen. Eine Kooperation mit Elbphilharmonie Konzerte und Kampnagel

Di., 13. Oktober 2015 + Mi., 14. Oktober 2015,

Beginn jeweils um 19:30 Uhr

Einführung in das Stück von Lydia Steier am 13. 10. um 18:30 Uhr. Moderation: Joachim Mischke

 

Auf Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Karten: € 77, € 66, € 51, € 30, € 17  (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), Konzertkasse im Brahms Kontor sowie Elbphilharmonie Kulturcafé (Tel: 040 357 666 66) oder online
Di., 13. Oktober 2015 um 19:30 Uhr
Mi., 14. Oktober 2015 um 19:30 Uhr

 

Mit: Lothar Odinius, Katja Stuber, Magid El-Bushra, Maria Streijffert, Heidi Elisabeth Meier, Raimund Nolte
Sprecher: Christian Ballhaus
Musik: Kammerakademie Potsdam, Chor der Potsdamer Winteroper

 

Regie: Lydia Steier, Musikalische Leitung: Konrad Junghänel, Bühne: Elisabeth Vogetseder, Kostüme: Ursula Kudrna, Dramaturgie: Carola Gerbert, musikalische Einstudierung: Rita Herzog, technische Einrichtung: Ulrich Asch, Beleuchtung: Thomas Schellenberger, Ton: Marc Eisenschink, Steffen Lozanski, Video: fettFilm

Israel in vorchristlicher Zeit: Ein Held wird gesucht, um die barbarischen Ammoniter in Schach zu halten – ein Held wie Jephtha. Wenn er den Krieg gewinnt, so verspricht Jephtha es Gott, wird er das Blut jenes Menschen opfern, der ihm nach dem Sieg als erstes begegnet. Der Handel wird zum grausamen Schicksal, als es ausgerechnet seine eigene Tochter Iphis ist, die unschuldig und unwissend vor den siegreichen Vater tritt …

In »Jephtha« werden Fragen nach der Metaphysik der Opferung gestellt, nach Macht und Ohnmacht des Opfers. Und gleichzeitig geht es um die grausame Einsamkeit und Verzweiflung derer, die in einer solchen scheinbar unlösbaren Verbindung aus Machtanspruch, Treue und Liebe gefangen sind.

 

»Jephtha« ist Händels grandioses Alterswerk: mit großen Chören, affektgeladenen Arien und ergreifenden Ensembles gelang ihm 1752 in diesem geistlichen Drama noch einmal ein musikalischer Höhepunkt, bevor er endgültig erblindete. Die Regisseurin Lydia Steier und der Dirigent und Barockspezialist Konrad Junghänel haben das Oratorium in einer hoch emotionalen Inszenierung in Potsdam auf die Bühne gebracht. Ein Erzähler kommentiert darin die Geschehnisse, die Chor und Orchester in der klug gekürzten Fassung vortragen.

»In der Winteroper gewesen, geweint. Eine sensationelle Produktion.« FAZ

 

»Junghänel bringt die famose Kammerakademie Potsdam zum Blühen, in tausend Farben. Und unter den Solosängern waren wahrhaftig sensationelle Entdeckungen zu machen. … Die Darbietungen der jungen Sängerschar sind so intensiv, die von der Regie arrangierten Situationen spitzen sich immer wieder so existentiell zu, dass das dreiaktige Oratorium einen Sog entwickeln kann wie ein Harry- Potter-Thriller … Kaum zu glauben, dass es … überhaupt möglich ist, eine so komplexe Musik so brillant zu musizieren!« FAZ.NET

 

»Beeindruckend ist schon allein, wie präzise und intonationsrein der Chor die unterschiedlichsten Aufstellungen im Raum meistert.«  POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN

 

»Lange schon hat man Händel nicht dermaßen spannend und schwungvoll, dermaßen intensiv und nachdrücklich gehört wie unter Konrad Junghänel.« MERKUR

 

Die junge amerikanische Regisseurin Lydia Steier wurde 2009 für ihren Doppelabend »Turandot/Der Bajazzo« am Deutschen Nationaltheater Weimar vom Sender Deutschlandradio Kultur als »Neuentdeckung des Jahres« gefeiert. Für ihre Regie des Händel-Oratoriums »Saul« wurde sie für den FAUST Theaterpreis nominiert. Mittlerweile arbeitet sie an Musiktheatern in Deutschland (Berlin, Stuttgart, Potsdam, Oldenburg u. a.), den USA, der Schweiz und anderen Orten.

Konrad Junghänel ist Spezialist für die historische Aufführungspraxis. An der Komischen Oper dirigierte er zuletzt »Xerxes« und im Rahmen der Potsdamer Winteroper die Mozart-Opern »Così fan tutte« und »Die Entführung aus dem Serail«. Als Lautenist konzertiert er in aller Welt, u. a. mit Musica Antiqua Köln.